Die Zinsen werden aus zwei Gründen tief gehalten: Die Umschuldung alter Schulden von Lokalregierungen und Unternehmen soll billiger werden, und die Wirtschaft braucht bei schwachen Preisen Unterstützung.
Die Einnahmen aus Landverkäufen sind mit der Immobilienkorrektur stark gesunken; die Lokalregierungen sind für die Entschuldung auf Umschuldung angewiesen. Seit 2024 fliessen jährlich 2 Billionen Yuan, über drei Jahre 6 Billionen, in Umschuldungsanleihen; das Finanzministerium schätzt die Zinsersparnis auf rund 400 Milliarden Yuan.
Die Preise sind seit Langem schwach: Der CPI stieg im August nur um 0,8 % gegenüber dem Vorjahr. Bei tiefer Teuerung wiegt derselbe Zins real schwerer, also sinken die Zinsen.
Die Margen der Banken sind bereits dünn, die Einlagenzinsen sinken mit: Die grossen Staatsbanken zahlen auf einjährige Einlagen 0,95 %.
Was das für Sie heisst
Kredite in China sind günstig. Zinsgünstige Renminbi-Kredite können neue Anlagen oder ein Lager im Ausland finanzieren.
Freie Mittel bringen wenig Zins. Tauschen Sie trotzdem nicht alles des Zinses wegen in Dollar: Ein steigender Renminbi kann den Mehrertrag aufzehren.
Die tiefen Zinsen bleiben eine Weile, aber für weitere grosse Senkungen fehlt der Spielraum, weil die Bankmargen schon dünn sind.